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Am liebsten würde ich Marilyn Monroe sein
ET: 12/2021
[9783829609364]

Am liebsten würde ich Marilyn Monroe sein<BR>ET: 12/2021
Eine autobiographische Erzählung
„Ohne Franz Dahlem wäre die deutsche Kunstgeschichte heute eine andere. Dennoch: Kaum einer kennt seinen Namen. In unseren Gesprächen erzählte er über die Kunst und die Menschen gleichermaßen, offen und unverblümt. Zum ersten Mal. Seine Geschichte ist eine deutsche Nachkriegsgeschichte. Franz Dahlem, geb. 1938, wächst als Waise nach dem Zweiten Weltkrieg in München auf. Nach einer Bierbrauer- und einer Buchhändlerlehre eröffnet er 1963 mit Heiner und Six Friedrich in München die Galerie Friedrich + Dahlem. Dort zeigen sie Werke von Georg Baselitz, Blinky Palermo, Gerhard Richter, Cy Twombly und vielen anderen, die heute zu den bekanntesten Künstlern der Nachkriegsgeneration zählen. Ab 1967 ist Dahlem in Darmstadt und bringt Karl Ströher, den Wella-Erben, nicht nur dazu, den größten zusammenhängenden Werk komplex von Joseph Beuys aufzubauen – den ‚Block Beuys‘, heute im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt –, sondern vermittelt Ströher auch die Sammlung des verstorbenen Amerikaners Leon Kraushar, Ende der 60er Jahre die bedeutendste Pop-Art-Sammlung weltweit. Damit gelangten einige der wichtigsten Werke der US-amerikanischen Nachkriegskunst nach Deutschland, gleichzeitig war es die Zündung für weitere Entwicklungen der jüngsten Kunstgeschichte: So wurde ein Großteil der Sammlung Ströher nach seinem Tod durch die Stadt Frankfurt erworben und führte schließlich zur Gründung des Museum für Moderne Kunst MMK.“
Franziska Leuthäußer,
Herausgeberin

Aus dem Inhalt:
Vom Pin-up Girl zum Superstar. / – Wenn überhaupt etwas verkauft wurde, habe ich es verkauft. / – Peter hat gelogen, dass einem die Ohren wegflogen. / – „Sind Sie denn mit dem Fett zufrieden?“ / – Ich bin mein Leben lang ein armer Mensch gewesen. / – Pipapopopop, Pipapopopop … / – „Ihre Papiere und legen Sie die Hände auf das Steuerrad!“ / – „Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten!“ / – „Frau Baum, heute ist der Tag, an dem ich den Fettstuhl kaufe.“ / – Darmstadt hat die Sammlung damals für ein Butterbrot ziehen lassen. / – Mäßig, aber regelmäßig. / – „Um ein bisschen Erfolg zu haben, muss man erst einmal auf der Hungerliste stehen. / – Ein Gänseblümchen ist ein Gänseblümchen, weil es gern ein Gänseblümchen ist. / – Leute, die so fleißig sind wie Gerhard Richter, die bringen auch etwas hervor. / – „Franz, es klemmt.“ / – Einmal wollte ein Krokodil meinen Schal fressen, da habe ich wirklich die Wut gekriegt, es nützte aber nichts. / – … du fragst mir die Seele aus dem Leib. / – Vielleicht war ich nur wahnsinnig in der Zeit. / – Erst war ich roh, dann wurde ich gekocht und jetzt bin ich genießbar. / – Wenn die Frauen unter sich sind, ist es weich und zärtlich. / – „Das Nichts kostet 3 Mark“

Schirmer/Mosel. Herausgegeben und kommentiert von Franziska Leuthäußer. 160 Seiten, 40 Abbildungen in Farbe und Duotone. Format: 15,2 x 22,9 cm, gebunden. Deutsche Ausgabe.

Erscheinungstermin: Dezember 2021


Herbst 2021
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