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Ein Chronist in der Weimarer Republik
[9783829605649]

Ein Chronist in der Weimarer Republik
Menschen vor Gericht – zur Zeit der Weimarer Republik war das für die Presse ein besonders ergiebiges Thema. Politische Prozesse, in die ab Ende des Jahrzehnts immer häufiger Nazi-Größen und -Mitläufer verwickelt waren, spektakuläre Mordfälle oder Kunstfälschungen mit Prominenz im Zeugenstand, die zunehmende Kleinkriminalität als Folge von Arbeitslosigkeit und Inflation beschäftigten Richter und Öffentlichkeit gleichermaßen. Leo Rosenthal (1884–1969) war Jurist und arbeitete anfangs als Gerichtsreporter für links stehende Berliner Zeitungen, bevor er zur Kamera griff und atmosphärisch dichte Aufnahmen von den Aufsehen erregenden, aber auch weniger sensationellen Prozessen seiner Zeit lieferte. Als Chronist der Weimarer Republik und Kollege des heute weitaus bekannteren Erich Salomon ist er noch zu entdecken. Anders als Salomon entkam er dem Holocaust, emigrierte in die USA und begann dort eine zweite Karriere als Photograph bei den United Nations in New York. Das Landesarchiv, das 1998 mit der Landesbildstelle vereinigt wurde und die 1968 die Aufnahmen Leo Rosenthals erwarb, stellt Leo Rosenthals Gerichtsphotographien aus der Weimarer Zeit erstmals in einer reich bebilderten Publikation vor.
Schirmer/Mosel. Herausgegeben vom Landesarchiv Berlin und der Rechtsanwaltskammer Berlin. Mit Texten von Bianca Welzing-Bräutigam, Janos Frecot und Bernd Weise. 160 Seiten, 99 Duotone-Tafeln, 24 Abbildungen. Format: 21 x 26 cm, gebunden. Deutsch/englische Ausgabe.
1. Auflage vergriffen, 2. Auflage in Vorbereitung

Fruehjahr 2019
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